Autor: Stefan Lütke
ISBN-13: 9783428118649
Einband: Taschenbuch
Seiten: 379
Format: 236x158x20 mm
Sprache: Deutsch

Die CFC-Legislation (Hinzurechnungsbesteuerung) im Spannungsfeld zwischen europäischer Kapitalverkehrsfreiheit und weltweiter Kapitalliberalisierung (WTO)

39, Beiträge zum Europäischen Wirtschaftsrecht
Eine Analyse der Grenzen der europäischen Kapitalverkehrsfreiheit sowie der Steuerordnung der WTO in Hinblick auf Auswirkungen für Ausgleichsmassnahmen im internationalen Steuerwettbewerb
 Taschenbuch
Sofort lieferbar | Versandkosten
In den Warenkorb
92,00 €
4
Inhaltsübersicht: Einleitung - Erster Teil: Ausgleichsmaßnahmen im internationalen Steuerwettbewerb: Ausgleichsmaßnahmen - Der unfaire Steuerwettbewerb - Zweiter Teil: Hinzurechnungsbesteuerung und die europäische Kapitalverkehrsfreiheit: Kapitalverkehrsfreiheit - Grenzen der Kapitalverkehrsfreiheit I: Ausnahmevorschriften des EG-Vertrages - Grenzen der Kapitalverkehrsfreiheit II: Ungeschriebene Rechtfertigungsgründe - Beurteilung der Hinzurechnungsbesteuerung - Dritter Teil: Hinzurechnungsbesteuerung und die Welthandelsordnung (WTO): Ausgleichsmaßnahmen und die WTO - Die WTO im Überblick - GATT 1994 und direkte Steuern - Die Hinzurechnungsbesteuerung und das GATT 1994 - GATS und direkte Steuern - Die Hinzurechnungsbesteuerung und das GATS - Vierter Teil: Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesen - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis
3
Seitens der großen Industriestaaten wird eine CFC-Legislation gefordert, um im internationalen Steuerwettbewerb zu bestehen. In der vorgelegten Arbeit wird die Zulässigkeit einer generellen CFC-Legislation als Ausgleichsmaßnahme bei einem unfair geführten Steuerwettbewerb geprüft.

Der Autor stellt in einem ersten Teil die CFC-Legislation als unilaterale Gegenmaßnahme in einen Kontext mit dem internationalen Steuerwettbewerb. Die Prüfung der Zulässigkeit einer CFC-Legislation umfasst - die im zweiten Kapitel diskutierte - europäische Kapitalverkehrsfreiheit. Einen Schwerpunkt bildet die Frage nach den Grenzen der Kapitalverkehrsfreiheit im Verhältnis zu Drittstaaten. Darüber hinaus unterliegt die nationale Steuerhoheit aufgrund der Verpflichtungen, die aus der Mitgliedschaft in der WTO erwachsen, Grenzen. Im dritten Teil der Arbeit wird die Vereinbarkeit der CFC-Legislation mit den Anforderungen der WTO geprüft. Den zweiten Schwerpunkt bilden die Grenzen der Steuerordnung der WTO für direkte Steuern.

Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass bei der Gewährleistung der Kapitalverkehrsfreiheit im Verhältnis zu Drittstaaten zwischen (grundsätzlich unzulässigen) gesetzgeberischen Maßnahmen der Mitgliedstaaten und einem gemeinsamen Handeln der Europäischen Gemeinschaft zu unterscheiden ist. Eine Verordnung auf Basis des Art. 57 Abs. 2 EGV, welche die Mitgliedstaaten zur Einführung einer CFC-Legislation ermächtigt, könnte den Zielkonflikt, der sich aus der wünschenswerten Einheitlichkeit eines gemeinsamen Kapitalmarktes und der Steuersouveränität der Mitgliedstaaten ergibt, lösen.

Ferner kann der "black list"-Ansatz für die CFC-Legislation gegen das GATS verstoßen. Mitgliedstaaten der WTO können sich zur Abwehr der CFC-Legislation auf die Meistbegünstigungsklausel des GATS berufen.

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der "Nürnberger Steuergespräche e. V." 2005.

Zu diesem Artikel ist noch keine Rezension vorhanden.
Helfen sie anderen Besuchern und verfassen Sie selbst eine Rezension.

 

Rezensionen

Autor: Stefan Lütke
ISBN-13:: 9783428118649
ISBN: 3428118642
Erscheinungsjahr: 01.07.2006
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Gewicht: 513g
Seiten: 379
Sprache: Deutsch
Auflage 06001, 1., Aufl.
Sonstiges: Taschenbuch, 236x158x20 mm